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Ziel einer PRAXIS

Aktualisiert: 6. Aug. 2021

Praxis kommt von dem Lateinischen Wort für "Handlung". Sie ist der Weg zu einer Fertigkeit, die wir können wollen.

Im Hatha Yoga stellt die Praxis den vorgegebenen Weg dar, um das Ziel der Beherrschung des Geistes zu erreichen. Viele von uns denken über sich vielleicht, dass damit die Fähigkeit klar und logisch denken zu können gemeint ist und das stimmt... aber nicht vollständig.


Vielmehr ist die Beherrschung des eigenen Wesens gemeint, also auch wann man Angst hat ode nervös oder ungeduldig wird. Das Gemüt wird ausgeglichener durch die Kombination an körperlicheren Übungen (Asanas), Meditationen und Pranayama. Nebenher soll man wertvolle Texte studieren. So wird der Geist erhellt.


Die Praxis ist ein wichtiger Teil auf dem Weg und sie gibt Halt, sowie ist die Eingangstür und Verstärkung.

Trotzdem stellt die Praxis nur ein Vehikel dar. Das Ziel von jeglicher Praxis ist: ihr Ende. Anzukommen in Ruhe, Frieden und Wahrheit.







Persönliche Erfahrung:


Ich habe auf meinem Weg gelernt die Ergebnisse loszulassen und das Praktizieren zu genießen.

Zu Beginn meines Tanzweges wollte ich bestimmte Figuren darstellen und freute mich über mein Talent für Yogaposen. Oftmals, ohne dass ich das Asana kannte, fand es sich plötzlich zu mir. Ich erinnere mich gut, wie ich auf den Zehenspitzen in der tiefsten Hocke balanciert habe, wie ein kleiner Baum. Einfach, weil der Körper so gut aufgestellt war, fing er sich in der Balance ein. Ich wusste nicht, dass es eine Yoga Pose ist.

Und so schön das ist, Posen oder Peak Posen werden unwichtig. Wichtig ist, zu erkennen, dass man sie nicht besitzt oder dass man nicht besser ist als andere, weil man die sogenannte full-expression einer Pose oder deren Verbindung ausführen kann.


Ich persönlich entwickelte durch die Praxis der Asanas Demut und Dankbarkeit über den Moment.

Ich lernte ebenso, wie wichtig es ist, sich nicht zu überstrecken und überflexibel darzustellen.

Gesunde Zentrierung bedeutet auch geschlossen zu bleiben, z.B. in der Brust - Armverbindung (weil sonst die Rippen und der untere Rücken nicht mehr gehalten werden können und das Zentrum sich öffnen muss). Wichtiger als das ist das eigene physische Zentrum bei sich zu behalten: Mulabandha und Uddiyana Bandha stellen den eigenen inneren Halt und die Kontrolle da - selbst in den hingabevollsten Posen.


Auf der körperlichen, wie auf der emotionalen Ebene lehrten mich die Posen "bei mir" zu bleiben

Wichtiger als welche Asanas man kann ist, dass man sich selbst lenkt und einer umsichtigen, achtsamen Übungspraxis nachgeht.


Tipps für die Gestaltung der eigenen Yoga Praxis:

  • Uhrzeit und inspirierenden Ort wählen, um in den Körper zu gehen

  • Vorher leicht essen

  • Aufwärmung

  • Auswahl der Posen nach Wohlbefinden, am besten ist eine leichte Herausforderung

  • Kraft und Flexibilitätsposen ausgewogen praktizieren, egal welche Disposition man mitbringt

  • Intuitiv eine schwierige Pose als Forschungsasana suchen und damit tüfteln, wie man es meistert

  • Vorübungen vor der Zielpose ausführen

  • Pausieren ist wichtig, sowohl in jeder Übungssequenz als auch mal eine Pose ruhen zu lassen, damit der Körper sich sortiert


Hast du mehr Fragen oder willst eigene Erfahrungen teilen?

Du bist herzlich eingeladen sie in die Kommentarfunktion zu schreiben.

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