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Welchen "Nährstoff" braucht ein Wurzelchakra, um kräftig und gesund zu sein?

Aktualisiert: 26. Okt. 2020

Frage an den Schamanen, Walther, 69. Er ist selbst geheilt und gestaltet seinen Lebensabend ganz bewusst. Den Wohnsitz in Frankfurt a. M. hat kurz vor der ersten Panikwelle und Isolationsphase der Pandemie in eine Sri Aurobindo Community in Thüringen verlegt. Zum rechten Zeitpunkt, was schon ein Zeichen für seine Anbindung an etwas Gutes und Beschützendes ist, nicht nur Zufall. Alles, was Walther bisher an Theaterarbeit oder Communityarbeit im Themenfeld nachhaltiger Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen gemacht hat, sogar die Kontakte, weil er ein Mensch ist, der stets ein offenes Ohr für andere Herzen hatte, fielen weg. Walther, der "Community - Tiger" war plötzlich auf sich und die Handvoll Menschen in der neuen Sri Aurobindo Community in Thüringen gestellt. In dieser Zeit heilte und heilte sich noch ein ungesund gebundener Anteil von Walther. Dieser Anteil, der auch somatisch sichtbar war, war die letzte stehende Bastion vor der Befreiung von allen Anbindungen. Natürlich war er zuvor in schul- sowie alternativmedizinischer Behandlung.

Konkret über das Leben in der Natur fand Walther zu einer Kraft zurück, die sein spirituelles Bewusstsein spürbar entwickelt hat. (Spiritution, Bilonda Bukasa)

Als ich Walther Mitte des Sommers wiedersah, war er so kräftig und entschlackt und sichtbar gesundet, wie man auf dem Bild erkennen kann. Vorher war Walther immer "dabei", aber sein Energielevel war viel tiefer als wir uns in einem Tanzworkshop Oktober 2019 begegneten.

Und seitdem bleibt er beim Leben in der Natur.


Aktuell studiert er die Texte von Sri Aurobindo und beginnt dann die Schwingung der Bilder zu malen. Dabei ist er ganz bewusst und meditiert. Außerdem hat er die Schwingungen der Texte als Skulpturen sichtbar gemacht.

Die Frage: "Walther, wie kann man als vielseitig kreativbegabter Mensch, wie du einer bist, herausfinden, welches das eigene kreative "Hauptmedium" ist. Wie kann man danach suchen?"

©Walther Schlüther, Bilonda Bukasa Yoga Coaching Soulutions


Walther: In dem du deine Erde bist. Erde sein, bedeutet in Entwicklung zu sein.

Auszuprobieren. Den Boden zu nähren und dann zu sehen was daraus entsteht.

Manches mag für den Moment stimmen, hat aber dann nicht genug Basis, um sich weiter zu entwickeln. Wenn was entsteht, dann ist da ein Fundament da. Und dann damit ins Licht gehen und dabei das eigene innere Leuchten zu zeigen.


Yoga Coaching Soulutions: Den Boden zu nähren? Oder den Boden unberührt sein zu lassen und sehen was wächst? Können wir das als Menschen in Systemen überhaupt?


Walther: Der Boden ist genährt.


Yoga Coaching Soulutions: Aber jeder Boden braucht was anderes. Woher weißt du, welche Nährstoffe dein Boden braucht?

Walther: Nähren. Beobachten. Wachsen lassen. Das ist der natürliche Weg.

Yoga Coaching Soulutions: Kann man dann sagen, dass jeder Mensch sein eigener Garten ist?


Walther: Ja.

Yoga Coaching Soulutions: Es ist schwierig eine gute Ernte mit guten Früchten großzuziehen. Nicht jede Erde hat die optimalen Bedingungen und nicht jede Frucht trifft in Form und Geschmack auf jemanden, der sie gebrauchen kann.

Walther: Das ist der Zwischenraum?


Yoga Coaching Soulutions: Der Zwischenraum.


Walther: Der Widerspruch.


Yoga Coaching Soulutions: Davon kann man sich keine Brötchen kaufen?

Walther: "Brötchen kaufen" strengt an, das tut einem nicht gut.

Yoga Coaching Soulutions: Aber etwas muss man essen.

Walther: Da kommen mehrere Welten zusammen. Die psychische und materielle Ebene.

Wichtig ist was zu machen, damit es einem gut geht damit. Das geht nur, wenn man die Zeit hat das finden. Impulsen zu folgen. Innere Potentiale ändern sich ständig...

Yoga Coaching Soulutions: Aber lass' uns direkt über Erfolg reden. Ich habe den Eindruck, dass Menschen, die erfolgreich sind, besonders gut festhalten können.


Walther: Ja, sicher. Das ist EIN Weg. Viele Erfolge basieren darauf, aber es ist nur eine Strategie. Aber macht sie dich wirklich zufrieden? Das ist die wichtige Frage.

Man kann nur mit dem dauerhaft weitermachen, womit man zufrieden ist. Du kannst 500 Steine vom Strand holen, anmalen und verkaufen, aber macht dich das glücklich? Macht dich das zufrieden? Vielleicht momentan, aber ist das, was du willst? Die viel wichtigere Frage ist: Kannst du mit dem Stein machen, was dich zufrieden macht?


Yoga Coaching Soulutions: Du sprichst damit an, dass das Medium immer nur ein Mittel bleibt, aber nicht das Ziel. Zu erkennen, sagst du, ist das über die Zufriedenheit beim Tun. Das sagt auch die Soundperformancekünstlerin und Kunstthoretikerin Nicole Sabella. Wenn man sie fragt, was die Quelle ihrer Kunst ist, dann nennt sie auch die Orientierung an ihren Ressourcen. Das sind die Quellen in einem selbst, die gut tun und Freude machen. Das kommt deiner Aussage zur Zufriedenheit sehr nahe.


Walther: Ja. Möchtest du lieber raus gehen oder zu hause bleiben? Ganz einfach.


Yoga Coaching Soulutions: Wie kann man diese Unabhängigkeit und Freiheit als Mensch leben, wo wir ja sehr eng nebeneinander schwingen.

Walther: Sri Aurobindo nennt das: sich frei zu machen.


Yoga Coaching Soulutions: Ins Ashram zu gehen?


Walther: Nein, dass Ashram ist eine äußere Manifestation unseres inneren Tempels. Unser eigenes Ashram sollen wir ins uns entwickeln, pflegen und in uns tragen. Auch von dort und dort drinnen kannst du dich von allen anderen Dingen frei machen. Nicht an Beziehungen zu hängen oder sonst irgendwas...


Yoga Coaching Soulutions: Aber das ist das Schwierigste! Die Konzept- und Installationskünstlerin Jenny Holzer machte mal den Ausspruch "Gott, bewahre mich vor meinen Wünschen." Ich interpretierte den Ausspruch auf meinem eigenen Heilweg als eine tiefe Einsicht der Künstlerin. Die Bitte um Schutz vor unserer menschlichen Anlage an das egogetriebene, unheilsame Begehren, dass uns den Schmerz des Getriebenen fühlen lässt. Also nicht das Begehren, das gereinigt wurde durch das heilige Feuer der Liebe, welches eine Reinigung durchführt und die Materie veredelt. Im Tantra steht die Göttin Lalita dafür. Sie stellt diese Energie von gereinigtem Begehrten, Verspieltheit, Kreativität und Sinnlichkeit dar. Also das Loslassen. Das sprichst du an?


Walther: Ja. Die meisten Menschen gehen ja unfreiwillig, unvorbereitet, also nicht mit dem Inneren abgeschlossen haben.


Yoga Coaching Soulutions: Stimmt. Es ist eine krasse und sehr direkte Frage an einen älteren Menschen, aber ist der Tod nicht ein Prozess?


Walther: Ja und einer, der im Leben schon lange verankert ist und immer wieder während des Lebens auftaucht. Er gehört genauso zum Leben dazu, wie das geboren sein und in die Welt gehen.






Walther Schlüther, Schamane und Künstler


©Walther Schlüther




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